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Derndl im Dirndl

Was ist ein Dirndl überhaupt und wo kommt es her?

Ursprünglich war das Dirndl nur ein einfaches Arbeitskleid auf dem Land, später wurde es in größeren Städten die billigere Variante eines schlichten (ländlichen) Sommerkleides, heute wird es bevorzugt auf Volksfesten oder Jahrmärkten und natürlich allgemein im Alpenraum getragen.

Teil des Dirndl ist meist eine weiße kurze Bluse, das tief ausgeschnittene Kleid (mit hoch ansetzendem Rock mit seitlicher Tasche) und eine bunte Schürze. Deren Schleife gibt natürlich auch Angaben über den Beziehungsstatus der Trägerin. Dies hat allerdings keinen historischen Hintergrund. (Von der Trägerin aus gesehen) Vorne rechts gebunden bedeutet vergeben, links nicht liiert, mittig Jungfrau (selten genutzt) und hinten mittig verwitwet, wobei die letzte Variante auch von Bedienungen getragen wird.

Die Dirndl-Trends ändern sich tatsächlich dauernd. Gerade was Farben angeht, ist mal kräftig, mal gedeckt oder pastell, dann wieder retro oder ganz klassisch blau, rot und grün "In". In den letzten Jahren geht der Trend aber wieder zum schlichteren und vor allem konservativeren Stil. Ob hochgeschlossene Bluse, aufgestellter Kragen oder etwas längerer Rock - hauptsache „angezogen“!

Dieses Jahr besonders angesagt sind Blüten- oder andere feine Muster und auch Spitze oder Rüschen.

Und was sagen Wies´n-Besucherinnen dazu?

Um zu sehen, was den Leuten tatsächlich gefällt, haben wir auf der Wiesn ein paar Dirndlträgerinnen interviewed. Wir haben gefragt, was ihrer Meinung nach die Trends sind, was bei einem Dirndl wichtig ist und nach welchen Kriterien sie ein Dirndl auswählen.

Luisa, Leonie, Theresa (25): Derzeit ist hochgeschlossen ja sehr trendig - oder Spitzenblusen oder mit Spitzenschürzen. Früher war mehr "Busen zeigen" In und jetzt ist es mehr verdeckt sein. Wir gehen bei der Auswahl eigentlich eher vom Aussehen aus. Wobei [Luisa] geht auch nach Marke. - Ja, ich hab ein Markendirndl an. Die Marke ist relativ neu und heißt CocoVero.

Brigitte (4?, Radikarls verrät natürlich nichts): Für mich muss es ein bissl kess sein, also nicht so langweilig, und deswegen mag ich gerne die Farben. Und heuer ist Türkis für mich angesagt, auch in den Haaren.

Birgit (ebenfalls 4?): Meines muss eine Nummer größer sein, damit ich viel essen kann, und es soll zeitlos sein, weil ich es nicht oft trage. Es muss also noch 20 Jahre schön sein. Was mir gefällt ist Trend, also einfach und schlicht.

Linda (14): Für mich ist es wichtig, dass es bisschen extra hat, es muss also die Farbe stimmen und natürlich das Aussehen. Es darf nicht zu lang sein und auch nicht zu kurz.

Lena (14): Ich leg schon drauf wert, dass es über die Knie geht, weil ich es nicht so kurz mag. Aber ich finde, dass ein Dirndl schon Ausschnitt haben sollte, du trägst es ja sehr selten und dann kann man schon mal bisschen Ausschnitt zeigen.

Lucy (14): Also ich finde auch, es sollte nicht zu kurz sein und nicht zu schlicht. Und ich mag V-Ausschnitte nicht so gerne.

Vanessa (19): Also es muss eine weiße Bluse sein, diese schwarzen mag ich nicht so. Es sollte eher traditionell sein, aber mit einem modernen „Twist“. Es darf nicht zu kurz sein, und auch nicht super lang.

Kelly (27), Jess (32): Wir haben unsere Dirndl von Freunden geliehen. Aber die Muster und Farben und die Schürze gefallen uns sehr. Jedes ist ein bisschen anders, jeder kann es ein bisschen anders tragen und stylen. Es sieht niemand gleich aus, weil es so viel Verschiedenes gibt.

Übrigens: Das Wort „Dirndl“ oder eigentlich „Dirn“ (heute auch "Derndl" oder "Deandl")  hieß ürsprünglich einfach "junges Mädchen" oder "Magd". Deren Kleidung war das „Dirndlgwand“, was dann später wieder zu „Dirndl“ verkürzt wurde.

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