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Deutschland im Handball-Fieber

Dienstag, 15. Januar 2019: Es läuft die letzte Minute im Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Frankreich. Beim Stand von 25:24 sind die Deutschen im Ballbesitz. Aber dann… Fehlpass! Frankreich startet den Konter. Die Zeit läuft zu Gunsten der Deutschen. Jetzt sind es nur noch drei Sekunden, doch es gibt noch einen Freiwurf für Frankreich. Die sechs deutschen Feldspieler stehen in der Mauer, ein unüberwindbares Bollwerk, möchte man meinen. Der französische Spieler schraubt sich in die Luft und senkt den Ball über die Mauer auf das Tor. Andi Wolff, der Torwart der Deutschen, der sie in so vielen Momenten der letzten Spiele vor größerem Unheil bewahrt hat, taucht in die Ecke - doch es ist die falsche. Der Ball schlägt aus Torwartsicht links unten ein. Die Franzosen springen über das Feld, feiern den Ausgleich. Uwe Gensheimer, der  deutsch Linksaußen, tritt frustriert gegen den Torpfosten. Im Nachhinein erklärt er, dass er froh sei, dass er sich bei dieser Aktion nicht den Fuß gebrochen hat.

Aber nicht nur die Franzosen hatten Grund zum Feiern. Denn trotz des schmerzlichen Unentschiedens haben sich die Deutschen hervorragend gegen den Weltmeister verkauft. Und wenn man in der letzten Sekunde so knapp verliert, kann nicht alles schlecht gewesen sein. Die deutsche Mannschaft hat toll gespielt und verlässt die Gruppenphase ungeschlagen. Mit ihr kommen Brasilien und Frankreich mit in die Hauptrunde.  

Der Weg ins Halbfinale: Aus den vier Vorrundengruppen kamen bei dieser Handball-WM jeweils drei Teams weiter. Die Punkte aus der Vorrunde wurden mitgenommen. Man spielte dann gegen die drei Teams aus der Parallelgruppe. Aus diesen Hauptrundengruppen kamen wiederum die zwei besten in das Halbfinale. Und Deutschland war dabei! Durch die Siege in den Spielen gegen Island und Kroatien (letzteres war ein war ein wahrer Handball-Krimi!) waren die Deutschen schon vorzeitig im Halbfinale. Als die Deutschen dann noch das letzte Hauptrundenspiel gegen den Europameister Spanien gewannen (beide Teams spielten mit ihren B-Mannschaften, da Deutschland schon weiter war und Spanien schon raus), zweifelte niemand mehr an der Favoritenrolle der Deutschen. Besonders der zweite Torwart, Silvio Heinevetter, überzeugte. Im Halbfinale traf man auf die starken Norweger… und verlor. Es war kein besonders gutes Spiel unserer Mannschaft. Im Angriff einige Chancen liegenlassend scheiterte man an den überzeugenden Norwegern. Im zweiten Halbfinalspiel schieden die Franzosen gegen die Dänen aus.  

Sonntag, 27. Januar 2019: Im Spiel um Platz drei gab es leider erneut eine Enttäuschung. Im Krimi gegen die Franzosen verloren wir in den letzten Sekunden! Der dritte Platz war möglich, aber Handballspiele entscheiden sich eben manchmal in der letzten Sekunde. Trotzdem tut es weh, so zu verlieren, vor allem, da man Frankreich ja bereits in der Vorrunde fast geschlagen hatte. 

Im Finale boomten die Dänen Norwegen aus dem Titelrennen und überzeugten durch eine konzentrierte Leistung. Ein würdiger Weltmeister 2019!

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