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Vom Steinzeitknochen zum Orchesterinstrument

Bestimmt glaubt ihr, dass die Blockflöte ein Kinderinstrument ist. Ihr denkt dabei vermutlich an schiefes Getröte. Sie ist aber ein „richtiges“ Instrument, das auch erwachsene Musiker spielen. Wenn man jahrelang dabei bleibt, kann man irgendwann schwierige, wirklich schöne Stücke darauf spielen. 

Aber wie lernt man das Spielen eigentlich? Am besten nimmst du Unterricht bei einem netten und engagierten Lehrer. Der zeigt dir, wie man so reinbläst, dass es nicht in den Ohren wehtut. Dann lernst du nach und nach Noten zu lesen und die passenden Griffe dazu. Schon bald kannst du einfache Lieder spielen, die du natürlich auch zu Hause üben musst. Wenn du hin und wieder auch mal vorspielst, hast du ein Ziel und beschäftigst dich intensiver mit den Stücken. Nach einer Weile kommst du auch mit dem Lampenfieber zurecht. 

Die Blockflöte hat eine sehr, sehr lange Geschichte: Schon vor 35 000 Jahren bauten sich die Urzeitmenschen aus Tierknochen Flöten. Sie höhlten sie aus und bohrten Löcher hinein. Im Mittelalter wurde die Flöte als Hirteninstrument genutzt. Bekannt wurde sie in der Renaissance – es wurden die unterschiedlichsten Flötenarten hergestellt. So richtig in Mode kam sie dann im Barock. Berühmte Komponisten wie Vivaldi, Telemann und Bach schrieben Stücke für Blockflöte, die man zum Beispiel an Königshäusern aufführte. Sie wurde dann von der Querflöte verdrängt und 150 Jahre vergessen. 1917 wurde sie zuerst in England und dann auch in anderen Ländern wiederentdeckt. 

Es gibt wie bei anderen Instrumenten verschiedene Größen und Stimmlagen. Zur Blockflötenfamilie gehören die kleine Sopranino- sowie Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassflöte. Man kann gut mit der Sopranflöte anfangen. Je besser man spielen kann und je größer die Hände werden, desto größer kann die Flöte sein. Ich spiele bisher Sopran- und Altflöte. 

Blockflöten können aus verschiedenen Materialien sein. Die meisten sind aus Holz, Anfänger haben aber oft eine Flöte aus Kunststoff, weil die unempfindlicher ist.  

Man kann auf der Blockflöte ganz unterschiedliche Musikrichtungen spielen: je nach Geschmack Klassik, Pop, Rock, Blues, irische Volksmusik ... 

Das Tollste ist, wenn man dann mehrstimmig spielt. Zum Beispiel als Ensemble mit anderen Flöten oder verschiedenen Instrumenten. Überhaupt kann man, wenn man Flöte spielt, schön begleitet werden – vor allem von Klavier, Gitarre oder einem ganzen Orchester. Es gibt sogar ganze Orchester, die nur aus Blockflöten bestehen! 

Mir bringt Flötespielen ganz viel Spaß. Ich finde den Klang sehr warm und weich. Vor allem, wenn ich mit anderen zusammen Musik mache, macht mich das richtig glücklich. Also Leute: spielt Blockflöte und bleibt dran! 

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